Wir haben uns fest vorgenommen vor der Feier von meinen Bruder seinem 30. einen Gipfel des Fichtelgebirges zu erobern. Welcher jedoch war noch nicht recht klar. Ich schwankte zwischen Epprechtstein und Kornberg. Unentschlossen fuhren wir dann am Freitag los zu meiner Mutter.

Am Samstag nach einen guten FrĂŒhstĂŒck wurden die möglichen Berge besprochen. Robert war fest der Überzeugung ich wĂŒsste bei jeden Berg in welchen Ort er steht und wo man hochlaufen muss. Aber das letzte Mal war ich auf einigen Bergen des Fichtelgebirges als Kind. Von daher hatte ich keine Ahnung welcher Berg wo steht.

Also schnell noch eine Wanderkarte vom Fichtelgebirge gekauft, die uns in Zukunft sicher auch dienlich ist. Im Auto auf dem Parkplatz haben wir dann ĂŒberlegt, dass der Haberstein, der Burgstein und die Kösseine doch nah beieinander sind und wir doch versuchen könnten heute alle drei zu besteigen.

Also gesagt getan. Es ging von Marktleuthen in Richtung Wunsiedel zur Luisenburg. Dort wurden die Wanderschuhe geschnĂŒrt und los ging es in Richtung Felsenlabyrinth. Von dort soll es nĂ€mlich zum ersten Gipfel den Burgstein gehen.
Nachdem wir 4,50 Euro Eintritt fĂŒrs Labyrinth gelöhnt haben ging es los ĂŒber Stock und Stein.

Felsenlabirinth-0292

Es waren viele Wurzeln am Boden und Felsen links und rechts. Es ging durch Felsen und untendrunter durch. Und an manchen Stellen war es so eng, dass es eigentlich schon etwas unverschĂ€mt war darauf an der Kasse nicht hinzuweisen…

durch die Felsen-0293

Treppe des Grauens-0284

Immerhin liefen ja auch gebrechliche Leute da durch. Und wie die Weiber mit Ballarinas und Flip-Flops da durchmarschiert sind ohne sich die BĂ€nder zu zerren oder den Fuß zu brechen war mir ein RĂ€tsel. Ja und dann ist eben das Problem mit der Breite der Menschen noch gegeben. Durch manche Spalten passte ich grade so durch doch Robert hat ja doch noch ein bisschen mehr wie ich auf die Rippen und so kam es zu einen gewaltigen Fehler meinerseits.

Denn ohne meinen Mann richtig verstanden zu haben lief ich durch eine wirklich enge Spalte und verschwand ohne abgeklĂ€rt zu haben ob er da auch durchpasst. Und so kam es dass ich am anderen Ende des Felsenlochs stand und mein Mann noch am Eingang. Ich wollte wieder zurĂŒck jedoch kamen auf einmal Menschenmassen. Und so musste ich warten, und warten und warten. Und schießlich kam mein Mann mit dreckigen Knien aus dem Dunkel. Und ich fĂŒhlte mich schlecht weil ich nicht gewartet habe.
Jedoch lernt man ja aus Fehlern und so entschuldigte ich mich und wir schworen uns gerade solche Stellen erst mal abzusprechen bevor irgendwer was unĂŒberlegtes tat. Wie in diesen Falle ich.

ducken bitte-0296

Weiter ging es immer den Blauen Pfeilen auf den Felsen entlang zum Burgstein. Tropf-Tropf es fing das regnen an und ich packte mich etwas wĂ€rmer ein und hatte leider meinen Regenponcho vergessen sodass ich sehr schnell durchgeweicht war. Es war zwar nur ein kurzer aber dafĂŒr sehr krĂ€ftiger Regen. Und da war es: Das erste Gipfelkreuz! Jedoch war das ein bisschen weg vom tatsĂ€chlichen Burgstein. Leider hat es zur Besteigung des Burgsteins selber geregnet und deswegen hab ich keine Fotos gemacht. Aber in der Linksammlung gibts noch Bilder davon.

Burgstein-0290

Von dort oben hatte man einen ganz netten Ausblick jedoch waren einige Baumkronen im Weg. Leider war dort oben nicht viel Platz und durch den Regen war der Fels schon sehr rutschig.

Wir waren also oben und suchten nun den Weg weiter zur Kösseine doch durch den Regen und allem haben wir vermutlich das Schild nicht gesehen und so dappten wir den Roten Pfeilen folgend wieder bergab. Und ehe wir uns darĂŒber bewusst waren, waren wir schon am Ausgang vom Felsenlabyrinth.

So wie ging es nun weiter? Wir wollen doch noch zur Kösseine. Wir fragten einen Mann von der Kasse. Der meinte dann eben wir hĂ€tten doch vom Burgstein nur weiterlaufen mĂŒssen. Aber nochmal durch die engen Felsen quetschen wollten wir uns dann auch nicht. Wir fragten ob es vielleicht doch noch einen anderen Weg gĂ€be. Und tatsĂ€chlich mussten wir nur einen Feldweg in der NĂ€he nachlaufen und dann kĂ€men wir auch hin sagte der Mann.

Also los. Immer stetig bergauf. Über steinigen Feldweg und durch den Wald. Immer dem H folgend Richtung Haberstein und Kösseine.

Schilder-0307

 

Schließlich war das große Felsmassiv des Habersteins zu sehen.

Haberstein-0317

Durch ein paar Felsen durch und die Treppe hinauf.

Haberstein Treppe-0319

Robert Haberstein-0324

Es war schon verdammt hoch und mir schlatterten sauber die Knie als dann auch noch böhiger Wind wehte. Ich muss ungedingt an meiner leichten Höhenangst arbeiten. Mit viel tiefen durchatmen und ganz langsam ging ich die letzten Treppenstufen nach oben wo Robert schon mit einen wunderschönen LÀcheln im Gesicht auf mich wartete.
Der fĂŒr mich schwere Weg hinauf hat sich gelohnt. Denn die Aussicht war gradios. Ich hatte einen wunderschönen Ausblick auf meinen Heimat.

Ausblick-0326 Ausblick Haberstein-0320

 

Nach ein bisschen Verharren mit dieser tollen Aussicht machten wir uns wieder auf den Weg nach unten an die Stelle an der es eine Abzweigung zur Kösseine gab. Jedoch mit einen Blick auf die Uhr beschlossen wir uns auf den RĂŒckweg zu machen. Denn immerhin mĂŒssen wir noch zur Oma und dann noch fĂŒr die Party abends hĂŒbsch machen.
Aber ansich sind wir beide sehr zufrieden auch ohne die Kösseine. Immerhin haben wir 2 Gipfel des Fichtelgebirges erklommen. Und das ist fĂŒr einen Tag schon ganz gut.
Am nÀchsten Tag kam dann leichter Muskelkater in den Oberschenkeln aber es war ertrÀglich.
Ich merke mir fĂŒr die nĂ€chsten Touren mich besser mit meinen Mann abzusprechen und immer meinen Regenponcho mitzunehmen.

http://www.luisenburg-aktuell.de
http://wunsiedel.de/tourismus/felsenlabyrinth-luisenburg/
http://www.naturpark-fichtelgebirge.org/Burgstein-879-m.141.0.html
http://www.naturpark-fichtelgebirge.org/Gr-Haberstein-848-m.164.0.html